Depression im Alter

Ein neues Onlineangebot der AOK hilft Angehörigen betroffener Menschen ab sofort dabei, Altersdepression zu erkennen, die Erkrankten zu unterstützen und sich dabei nicht selbst zu überfordern. Das Angebot ist eines von mehreren Modulen auf der Website “Familiencoach Depression”. Die AOK hat das neue Modul “Depression im Alter” in Zusammenarbeit mit Professor Michael Hüll, Chefarzt der Klinik für Alterspsychiatrie und Psychotherapie in Emmendingen, entwickelt. Depressionen im Alter sind kein Randphänomen – die AOK bezieht sich auf Studien, denen zufolge 17 Prozent der älteren Menschen über 75 Jahren von depressiven Symptomen betroffen sind; unter Bewohner*innen von Pflegeheimen sind es bis zu 50 Prozent.

aus: Newsletter der HAGE zum neue Onlineangebot der AOK

TelefonSeelsorge Deutschland e.V. hat Umstrukturierung zu ökumenischem Dachverband abgeschlossen

TelefonSeelsorge Deutschland e.V. (TSD) ist nun auch offiziell der Name des Dachverbandes der TelefonSeelsorge. Die Änderungen von Namen und Satzung wurden Ende Januar vom Vereinsregister bestätigt. Damit hat TelefonSeelsorge jetzt einen ökumenischen Dachverband. Bisher wurde die Verbandsebene von der Evangelisch-katholischen Kommission geleitet, beide Kirchen hielten eine jeweils eigene Struktur für TelefonSeelsorge und Offene Tür vor.

„Wir freuen uns sehr, dass damit der formaljuristische Teil unserer Umstrukturierung abgeschlossen ist“, betonen die Vorsitzenden von TSD, Pfarrer Frank Ertel und Dipl.-Theol. Michael Hillenkamp. „Wir schaffen damit klare Strukturen und Transparenz nach außen und innen und erhöhen unsere Effizienz. Es geht aber um mehr. Mit der jetzt abgeschlossenen Neuaufstellung spiegelt die Struktur des Vereins wider, was bei TelefonSeelsorge längst gelebte Haltung ist: unsere ökumenische Zusammenarbeit.“

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Mit dem Herzen dabei

Die Ökumenische Telefonseelsorge Gießen-Wetzlar hat 28 neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In einem Festgottesdienst in der Gießener Petruskirche sind 28 neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Dienst eingeführt worden. Zuvor hatten sie eine einjährige Ausbildung durchlaufen, in der es unter anderem um Vermittlung psychologischen Grundwissens und Praxistraining ging.

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TelefonSeelsorge im zweiten Pandemie-Weihnachten gesprächsbereit

Telefon, Chat, Mail stehen auch über die Festtage rund um die Uhr zur Verfügung

„Weihnachten gilt in unserer Gesellschaft als positiver Jahreshöhepunkt. Für die Einsamen, Kranken und auch für viele beruflich oder familiär gestresste Menschen ist das Fest häufig eher ein Tiefpunkt“, stellt Michael Hillenkamp, Vorsitzender der TelefonSeelsorge Deutschland (TSD) fest. “Durch die nach wie vor ungebrochene Pandemie verschlechtern sich auch für die anderen erneut die Aussichten auf eine fröhlich-festliche Zeit mit der Familie. Für alle, die in dieser Zeit eine Anlaufstelle für Sorgen, Nöte, Stress benötigen, wollen wir da sein.“

Andi Graf/Pixabay

Die TelefonSeelsorge geht im zweiten Corona-Winter von einer schwierigen Weihnachtszeit für viele Menschen aus. Das Sorgentelefon ist wie immer an allen Feiertagen rund um die Uhr besetzt. Und auch Mail und Chat sind über Weihnachten und den Jahreswechsel verfügbar.

Bereits seit November stellt TelefonSeelsorge fest, dass vermehrt Anrufe, Mails und Chats um das Pandemie-Thema kreisen. Nicht allen geht es dabei um Weihnachten. Geimpften wie Ungeimpften macht die Corona-Lage insgesamt zu schaffen, wenn auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

„Aufgrund der besorgniserregenden Entwicklung der Inzidenzzahlen, des wachsenden Unmuts der Geimpften über Ungeimpfte und der Klage über Ausgrenzung von Ungeimpften stiegen ab der Novembermitte die Gespräche zu diesem Thema deutlich an“, konstatiert Ludger Storch, Leiter der Dienststelle in Bochum und Sprecher der Fachgruppe Statistik bei TSD. „Sie blieben mit elf Prozent im Monatsdurchschnitt unter den Zahlen des Novembers 2020 (14,5 Prozent), stiegen jedoch regional, insbesondere in den ost- und süddeutschen Bundesländern teils auf über 20 Prozent.“

Die Corona-Lage betrifft die TelefonSeelsorge in der Weihnachtszeit aber auch organisatorisch. Wie überall mussten und müssen Hygienekonzepte und damit der größtmögliche Schutz vor Ansteckungen überprüft und angepasst werden. Das betrifft auch die Dienstpläne, wenn Mitarbeitende mit Vorerkrankungen keine Dienste machen wollen oder können. Dennoch werden über Weihnachten die verfügbaren Leitungen auch besetzt werden können.

„Wir tun unser Bestes für größtmögliche Erreichbarkeit auf allen unseren Kanälen“, versichert Frank Ertel, gemeinsam mit Michael Hillenkamp Vorsitzender von TSD. „Denn wir wissen, dass wir gerade in der emotional immer und dieses Jahr ganz besonders aufgeladenen Weihnachtszeit für viele Menschen ein wichtiges Ventil und ein Schutz vor dem Abrutschen in die Depression sein können“.

TelefonSeelsorge ist erreichbar unter den Telefonnummern 0800-111-0-111 und 0800-111-0-222. Wer TelefonSeelsorge lieber per Mail oder Chat erreichen möchte, kann sich hier registrieren.

Quelle: telefonseelsorge.de

Neuer Vorstand der TelefonSeelsorge Deutschland gewählt

Vollversammlung aller Dienststellen verabschiedet organisatorische Neuaufstellung

Berlin, 8. Oktober 2021 – Die TelefonSeelsorge Deutschland hat auf ihrer Vollversammlung am 6. und 7. Oktober in Frankfurt am Main einen neuen Vorstand gewählt. Zugleich wurde eine organisatorische Neuaufstellung beschlossen.


Die neuen Vorsitzenden sind Pfarrer Frank Ertel (TelefonSeelsorge Aachen) und Diplom-Theologe Michael Hillenkamp (Dortmund). Beide bringen bereits Erfahrung in dieser Funktion mit. Michael Hillenkamp ist seit 2013 für die katholische Seite im Vorstand, Frank Ertel trat im Mai diesen Jahres mit dem Weggang der Vorsitzenden Pfarrerin Dorothee Herfurth-Rogge als ihr Stellvertreter ihre Nachfolge an. Als stellvertretende Vorsitzende vervollständigen Helmut Ellensohn (Freiburg) und Gunhild Vestner (Recklinghausen) den neugewählten Vorstand.
„Wir stehen als Vorstand damit für Kontinuität,“ erklärt Michael Hillenkamp nach der Wahl. „Und das ist in der jetzigen Situation von TelefonSeelsorge ein Vorteil. Denn während die Gesichter, bis auf Gunhild Vestner, die neu in den Vorstand eintritt, die gleichen bleiben, ändert sich organisatorisch doch einiges.“

Zugleich mit den Vorstandswahlen wurde auch eine organisatorische Umstrukturierung von der Vollversammlung beschlossen. „Wir sind zukünftig nicht mehr der Vorstand der Evangelisch-Katholischen Kommission der TelefonSeelsorge (EKK), sondern der Vorstand der TelefonSeelsorge Deutschland e.V.“, bringt Frank Ertel die Neuerung auf den namentlichen Punkt. „Damit vereinfachen wir den Namen und betonen zugleich das, was wir, ob evangelisch oder katholisch, gemeinsam sind und sein wollen: ein Seelsorgeangebot für Menschen jeden Alters, jeden Geschlechts, jeder Hautfarbe, jeder oder keiner Religion und jeder Nationalität.“

Durch die Umstrukturierung wurde auch der erweiterte Vorstand (Fachvorstand) neu zusammengesetzt. Er besteht neben dem Vorstand aus Vertreterinnen und Vertretern der in sieben Regionen organisierten TelefonSeelsorge-Stellen, der Offene Tür-Stellen (sie bieten an 25 Standorten persönliche Beratung an), der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung (EWDE) und der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Ehe-, Familien- und Lebensberatung, TelefonSeelsorge und Offene Tür e.V. Auch die Bundes-Ehrenamtlichen-Vertretung der TelefonSeelsorge (BETS) wird mit zwei kooptierten Mitgliedern im Fachvorstand vertreten sein. Der Verein TelefonSeelsorge Deutschland e.V. ist ein Fachverband des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung.

Während die Umstrukturierung dem Hauptzweck dient, die Gremienarbeit zu vereinfachen und Entscheidungswege zu verkürzen, soll und will sich der Fachvorstand nach der Satzungsänderung wieder im Schwerpunkt um die inhaltliche Ausrichtung der TelefonSeelsorge in Deutschland kümmern. Zu den wichtigsten Themen zählt die Erreichbarkeit der Beratungsangebote per Telefon, Mail und Chat und ihre Weiterentwicklung.
„Unser Ziel ist und wird bleiben, Menschen in Krisen aller Art eine Begleitung anzubieten, die ihnen hilft, Abstand von der eigenen Situation zu gewinnen und sie befähigt, Lösungen zu entwickeln“, umreißen Frank Ertel und Michael Hillenkamp die Aufgabe. „Dabei wollen wir sowohl technisch, also in der Wahl der Medien, auf der Höhe der Zeit sein, als auch in unserer Haltung beispielhaft sein für Augenhöhe, Empathie und Respekt. Das heißt, auch in der Aus- und Weiterbildung für unsere verschiedenen Dienste entwickeln wir uns bewusst ständig weiter. Und auf diese gemeinsame Entwicklungsaufgabe freuen wir uns.“

Hintergrundinformation
Mit mehr als 7.700 geschulten Ehrenamtlichen in 104 Städten oder Regionen ist die Telefonseelsorge deutschlandweit tätig. Um möglichst vielen Menschen den Zugang zu ermöglichen, stehen Mitarbeitende ganzjährig rund um die Uhr am Telefon zur Verfügung. Die Telefonseelsorge berät Menschen jeder Nationalität, jedes Geschlechts, jeder Konfession und jedes Alters. Sie verpflichtet sich zu weltanschaulicher Neutralität. Alle Beratungsangebote, auch die Vorort-Beratung, sind anonym und kostenfrei.
Die Beratung findet am Telefon, per Mail oder Chat statt. An insgesamt 25 Standorten gibt es auch Beratung vor Ort. Da es hier auch zu einem längerfristigen Beratungssetting kommen kann, arbeiten in der Vor-Ort-Beratung überwiegend hauptamtliche Kräfte mit einschlägiger beruflicher Ausbildung. Durch den unkomplizierten Zugang zu den Offene-Tür-Stellen, die während ihrer Öffnungszeiten einfach zur Beratung betreten werden können, ist eine schnelle, niederschwellige Krisenintervention möglich.

Mit der kostenlosen App „KrisenKompass“ bietet die Telefonseelsorge auch Hilfe zur Selbsthilfe bei depressiven Gefühlen und Suizidgedanken für Betroffene und Angehörige.
2020 wurden 1.027.450 telefonische und 41.439 persönliche Beratungsgespräche geführt. Es wurden 44.600 Mails geschrieben und es wurde 33.578-mal gechattet.

Dank der Unterstützung der Deutschen Telekom sind die Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 seit 1997 gebührenfrei.

65 Jahre Telefonseelsorge

ZDFheute, 06.10.2021

Deutschlands wichtigste Hotline unter Druck

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Telefonseelsorge werden aktuell mehr gebraucht denn je. Die seelischen Folgen der Corona-Krise bekommen sie tagtäglich zu spüren.

“Einsamkeit und gefühlte Isolation sind seit Jahren die drängendsten Probleme unserer Anrufer”, sagt Uta Milosevic, Geschäftsstellenleiterin der Ökumenischen Telefonseelsorge Erfurt.

Es gibt sehr, sehr viele Menschen da draußen im Land, die einfach überhaupt niemanden zum Reden haben. Für diese Menschen sind wir da, hören ihnen zu und versuchen kompetent zu helfen.

Uta Milosevic, Telefonseelsorge Erfurt

Einsamkeit, depressive Stimmung, Ängste: Das sind nicht nur bei der Telefonseelsorge in Thüringen die beherrschenden Themen. Wie groß die seelische Not in der Pandemie-Zeit ist, verdeutlichen die bundesweit erhobenen Daten des Netzwerkes Telefonseelsorge.

Zum vollständigen Beitrag: ZDFheute

Ehrenamtspreis der Stadt Wetzlar

Sie machen Wetzlar fürsorglicher

Drei Projekte haben sich aus acht Vorschlägen hervorgetan und erhielten nun den Ehrenamtspreis der Stadt Wetzlar. Auch mehrere Einzelpersonen tun sich besonders hervor.

Über den ersten Preis und 1500 Euro durfte sich die Telefonseelsorge Gießen/Wetzlar freuen. Seit über 40 Jahren stehen die Ehrenamtlichen dieser ökumenischen Einrichtung als kompetente Ansprechpartner rund um die Uhr zur Verfügung und helfen Menschen, die sich in Not oder Krisen befinden.

Zum vollständigen Artikel in der Wetzlarer Zeitung: Mittelhessen.de