Wer wir sind

TS Gießen-Wetzlar

Unsere Dienststelle der TelefonSeelsorge gibt es seit 1978. Wir sind stolz darauf, dass es seit nunmehr fast 40 Jahren auch in unserer Region immer Menschen gab und bis heute gibt, die bereitwillig ihre Zeit für andere einsetzen, um den Anrufern ihr Ohr zu leihen und ihnen Zuwendung zu geben.

Die TelefonSeelsorge steht für gelebte und gelingende Ökumene der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland.

Unsere Träger der Dienststelle Gießen-Wetzlar sind aufgrund unseres Einzugsgebietes die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar sowie die katholischen Bistümer Mainz und Limburg.

Unser Einzugsgebiet umfasst eine große Region im Umkreis von Gießen und Wetzlar.

Im Moment nehmen mehr als 60 Ehrenamtliche aus Gießen, Wetzlar und dem Umkreis die Gespräche entgegen: 24 Stunden rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

In den folgenden Zeilen stellen sich Leitung und einige Ehrenamtliche kurz vor.

Leitung

Martina Schmidt und Gerhard Schlett leiten die TelefonSeelsorge Gießen-Wetzlar. Sie bilden aus, führen Supervisionen durch und verantworten die Verwaltung. Zudem vertreten sie unsere Stelle in der bundesweiten TelefonSeelsorge.

Weiterlesen über die Leitung, mit Portrait…

Verwaltung

Die Verwaltung ist besetzt mit Berbel Büttner und Astrid Reinhardt.
Sie erreichen uns unter 0641-33009 in der Regel
Dienstags 08:30 – 16:30 Uhr
Donnerstags 08:30 – 12:30 Uhr
Freitags 12:00 – 16:30 Uhr.

Ehrenamt

Die Telefonseelsorge wird deutschlandweit von Ehrenamtlichen getragen, die Dienst am Telefon tun. In unserer Gießener Stelle tun dies mehr als 60 Frauen und Männer, die mitten im Berufsleben stehen oder den Ruhestand mit sinnstiftender Arbeit ergänzen wollen.

Einige Stimmen von Ehrenamtlichen

Ehrenamtliche (56 Jahre, beruflich aus dem sozialen Bereich):

Seit 2004 engagiere ich mich bei der Telefonseelsorge. Ich tue dies mit Freude. Die unterschiedlichen Anrufe geben mir einen Einblick in vielfältige Lebensweisen und Schicksale. Dadurch wird mein Horizont erweitert.

Auf den sehr guten Fortbildungen lerne ich viel für die Arbeit am Telefon, aber auch für den alltäglichen Umgang mit meinen Mitmenschen. Die soziale Kompetenz wird erweitert. Das Miteinander unter den Haupt- und Ehrenamtlichen, welches von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist, erlebe ich als etwas ganz Besonderes, wie ich es sonst selten finde.

Somit ist die Arbeit insgesamt eine große Bereicherung für mich und ich hoffe, dass ich durch meinen Dienst am Telefon ein klein wenig dazu beitragen kann, dass auch die Menschen am Telefon sich (wieder) als wertvoll erleben, um ihre nächsten Schritte im Leben gehen zu können.

Ehrenamtliche (45 Jahre, Krankenschwester, theologisch-diakonische Ausbildung und spätes Pädagogikstudium):

Als Telefonseelsorgerin bin ich so aufmerksam und konzentriert für mein Gegenüber am anderen Ende der Leitung da wie sonst selten im Alltag. Dieses Da-Sein-Können im Moment schätze ich sehr. Es berührt mich, dass Menschen mir als Telefonseelsorgerin Vertrauen schenken, obwohl oder gerade weil ich eine Fremde für sie bin und mir hoffnungsvoll die Tür zu ihrem inneren Erleben öffnen, indem sie mir Anteil an ihren Nöten gewähren.

Das mir entgegengebrachte Vertrauen möchte ich nicht enttäuschen, weshalb ich gerne an den Supervisionen und angebotenen Fortbildungen teilnehme. Entgegen meinen anfänglichen Erwartungen erlebe ich mich in der TelefonSeelsorge nicht nur als Gebende, sondern sehr oft auch als Beschenkte.

Ehrenamtlicher (65 Jahre, Pensionär)

Ich habe gleich zu Beginn meines Ausscheidens aus dem aktiven Berufsleben eine Aufgabe gesucht. Es sollte etwas sein, wo ich mit Menschen in Kontakt treten kann.

Am Anfang eines Gespräches werde ich immer wieder gefragt: „Haben Sie einen Moment Zeit?“ Vielleicht eine befremdliche Frage, schließlich sitze ich doch hier am Telefon und habe jetzt keine andere Aufgabe, als für Andere Zeit zu haben. Und doch stimmt gerade diese Frage auf eine sehr wichtige Aufgabe der TS ein: Für einen anderen Menschen für einen Moment Zeit zu haben. Das ist wichtig und das macht den Anrufer wichtig: Da hat jemand für mich Zeit, wo sonst keiner mehr etwas von mir wissen will, wo mein Leben scheinbar nur immer uninteressanter und wertloser zu werden scheint. Da hat einer Zeit und ist da „für mich“. Oft braucht es nicht mehr. Ich kann die Probleme, die der Anrufer schon viele Jahre mit sich herumschleppt in einem Gespräch nicht lösen, aber ich kann einen Moment da sein und Zeit haben, ihm dadurch zeigen, dass er wertvoll ist.

Ehrenamtlicher (50 Jahre, Führungskraft / Berater für Wirtschaftsunternehmen)

Es war zunächst mein Wunsch, mich ehrenamtlich sinnvoll zu engagieren. Deshalb hatte ich mich bei der TelefonSeelsorge beworben. Bereits die Ausbildung empfand ich als ausgesprochen bereichernd. Aber mir war damals noch nicht klar, wie viel ich heute immer wieder von Menschen geschenkt bekomme, die ich am Telefon kennen lernen darf. Umgekehrt kann ich oft etwas von mir geben, was der Anrufende als hilfreich empfindet. In jedem Dienst gibt es etwas zu lernen für mich. Erst war es „nur“ ehrenamtliches, sinnvolles Engagement. Heute ist es für mich ein Spiegel, oft in vielen Gesprächen auch ein Geschenk für meine ganz persönliche Entwicklung. Und auch ehrenamtliches Engagement voller Sinn.

Ehrenamtliche (66 Jahre, Hausfrau und Rentnerin)

Seit acht Jahren bin ich Mitarbeiterin bei der TelefonSeelsorge. Es ist ein Dienst, der mir einfach Freude macht und mich von Beginn der Ausbildung an im eigenen Leben weitergebracht hat, weil so viel zurück kommt. Es ist einfach toll, gemeinsam mit Anrufern einen neuen Weg in einer schwierigen Lebenssituation zu finden.

Ehrenamtliche (Physiotherapeutin in Rente)

Ich suchte eine sinnvolle Beschäftigung, die mich fordert in der Zeit nach dem Beruf. Je jänger ich Menschen am Telefon zuhöre, desto spannender finde ich es oft. Man lernt unglaublich viel über Menschen – und auch über sich selbst.