Fragen und Antworten zur Ausbildung als Telefonseelsorger*in

Interessent*innen an einer  Ausbildung zum TelefonSeelsorger  stellen uns häufig ähnliche Fragen. Wir möchten versuchen, einige hier zu beantworten. Sollte noch etwas offen blieben, ist uns selbstverständlich ein persönliches Gespräch mit Ihnen jederzeit willkommen! Zur Erreichbarkeit klicken Sie bitte auf Ihre Nachricht an uns.

Eine aktuelle Ausbildungsgruppe hat am 19. August 2019 begonnen.

Was habe ich davon, in der TelefonSeelsorge Gießen-Wetzlar mitzuarbeiten?

Sie werden feststellen, dass Sie sich durch die Ausbildung in der TS persönlich weiterentwickeln. Ihre Erkenntnisse nehmen Sie auch mit in Ihr Privatleben und werden dort einiges neu sehen. Sie lernen sich noch besser kennen und spüren dadurch neue Freiheiten, die Ihnen neue Handlungsoptionen eröffnet.

Sie gehören einer zuverlässigen Dienstgemeinschaft an, die dieselben Werte teilt. In Ihrem ehrenamtlichen Engagement werden Sie von der TS unterstützt und begleitet durch

  • regelmäßige und kostenlose Supervision
  • regelmäßige und kostenlose Fortbildungen
  • das persönliche Gespräch mit der Leitung.

Zudem bieten der Neujahrsempfang, das Mitarbeiter-Frühstück, der sommerliche Dämmerschoppen und der Advents-Gottesdienst mit anschließendem Kaffeetrinken Möglichkeit, sich zu begegnen.

Sie alle verbindet das gemeinsame Tun, wenn Sie Menschen am Telefon Ihre Aufmerksamkeit schenken, die nicht weiter wissen oder psychisch erkrankt sind. Es ist ein Geschenk an den andern und an sich selbst, wenn Sie Menschen Ihr Ohr leihen, für die der Anruf bei der TelefonSeelsorge Hilfe im Alltag oder gar letzte Hoffnung bedeutet.

Kosten – Muß ich für die Ausbildung etwas zahlen?

Nein, die Ausbildung kostet Sie nichts. Unser Ansatz: Wir investieren in Ihre Ausbildung und Sie verpflichten sich im Gegenzug, zwei Jahre lang als Ehrenamtliche bei uns mitzuarbeiten. Unsere Ehrenamtlichen in Gießen-Wetzlar bleiben in der Regel erheblich länger – das sagt auch etwas über unsere Gemeinschaft aus.

Muss ich mich fortbilden?

Ja, die regelmäßig Teilnahme an Fortbildungen ist für unsere Arbeit eine wichtige Voraussetzung. Die Fortbildungen mit namhaften Referenten zu unterschiedlichen Themen finden mehrfach im Jahr an einem Abend eines Werktages statt, manchmal auch an einem Samstag. Da ist für jeden / jede ein attraktives Thema dabei. Auch die Tagungen am Wochenende mit Übernachtung zählen als Fortbildung. Die Auswahl ist also recht groß – und es besteht keine Verpflichtung, sämtliche Fortbildungen zu besuchen. Hier ist ein Überblick über unsere  bisherigen Fortbildungsangebote.

Und später… habe ich da Kosten?

Auch später kommen keine Kosten auf Sie zu. Neben der Ausbildung sind auch die Fortbildungen für Sie kostenfrei, denn die Referenten werden von der Telefon-Seelsorge bezahlt. Möchten Sie an einer der Jahrestagungen (mit einer Übernachtung) zur Vertiefung von  Themen teilnehmen, zahlen wir auch Unterkunft und Verpflegung. Voraussetzung für diese Vergünstigungen ist natürlich, dass Sie Ihren Dienst bei uns verlässlich tun.

Bekomme ich Geld für meinen Dienst?

Nein, Sie erhalten kein Geld. Unsere Vergütung erfolgt in anderer Währung. Selbstverständlich bekommen Sie die Fahrtkosten zu den Dienstschichten erstattet, wenn Sie das möchten.

Muss ich eine Mindestanzahl Dienste leisten?

Ja. Die Arbeit in der Dienstgemeinschaft am Telefon erfordert neben guter Ausbildung eine professionelle Haltung und stetige Praxis. Sie ist nur gewährleistet, wenn regelmäßig Dienste geleistet werden. Hinzu kommt, dass die TS Ihnen jeden Monat kostenlos professionelle Unterstützung in Form von Supervision und Fortbildungen bietet. Im Gegenzug leisten Sie eine Mindestzahl von Diensten pro Monat.

Und so lautet die Vereinbarung: Nach der Ausbildung verpflichten Sie sich, mindestens 2 Jahre mitzuarbeiten (siehe oben bei „Kosten“). Wenn Sie länger bleiben (das tun glücklicherweise die meisten), dann gehört es  auch weiterhin dazu,  jeden Monat eine Mindestzahl Dienste zu leisten und auch Nachtschichten zu übernehmen. Nur so ist unsere gemeinsame Arbeit am Telefon kontinuierlich und mit einem hohen Standard sichergestellt. Zur Zeit erwarten wir 25-30 Dienste (darunter regelmäßige Nachtdienste) im Jahr.

Kann ich von zu Hause aus telefonieren?

Nein, das ist ausgeschlossen. Zum Schutze der Seelsorge finden Telefonate immer in besonders dafür ausgestatteten Diensträumen in Gießen statt.

Brauche ich Technik-Kenntnisse?

Nun, ein wenig schon (Telefonanlage und PC). Alles, was Sie an Kenntnissen benötigen, wird im Rahmen der Ausbildung gut verständlich vermittelt.

Und was mache ich, wenn ich am Telefon ein besonders belastendes Gespräch hatte?

Durch Ihre Ausbildung werden Sie in der Lage sein, sich einerseits selbst zu entlasten und andererseits für eine gewisse Zeit mehr Belastung aus einem solchen Gespräch zu verkraften, als Sie sich heute vielleicht vorstellen können. Anschließend besteht in der regelmäßigen Supervision die Möglichkeit, diese Erfahrung gut zu verarbeiten. Sollte ein Diensthabender unmittelbar nach einem Gespräch doch einmal Unterstützung benötigen, ist auch dafür vorgesorgt.

Was sind die Prinzipien am Telefon? Und wie werden die Ehrenamtlichen mit dem Leid fertig?

Zu diesen beiden Fragen gibt dieser Artikel Antwort, im Rahmen des Projektes „Leitung an der Leitung“ entstanden ist.

Bitte lesen Sie dazu auch: Selbstverständnis der TelefonSeelsorge.

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