Leitung der TS Gießen-Wetzlar

Martina Schmidt

Martina Schmidt
Martina Schmidt

Als Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau habe ich verschiedene berufliche Erfahrungen sammeln können. Nach einigen Jahren als Gemeindepfarrerin wechselte ich an die Theologischen Ausbildungsseminare nach Friedberg und Herborn, wo ich 15 Jahre an der Ausbildung von jungen Pfarrern und Pfarrerinnen beteiligt war. Daran anschließend versah ich den Dienst als Studienbegleiterin an der Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz und war im Fachbereich „Supervision“ des IPOS tätig.

In meiner Arbeit spielte die Seelsorge schon immer eine große Rolle. So war es nur folgerichtig, mich schließlich zur TelefonSeelsorge Gießen-Wetzlar hin zu orientieren. Seit Frühjahr 2014 bin ich der evangelische Teil in der Leitung der TelefonSeelsorge – und bin es sehr gerne! Ich empfinde es als Privileg, mit über 60 Ehrenamtlichen den Dienst am Telefon sicher zu stellen und mit meinem Kollegen G. Schlett die Einrichtung zu leiten.

Es ist mir wertvoll, in einer Dienstgemeinschaft zu arbeiten, die gemeinsame Werte teilt und von Verlässlichkeit geprägt ist, in der klare Aufgabenorien-tierung herrscht und gleichzeitig ein freundliches, respektvolles Miteinander. Dass es so viele Menschen gibt, die ihre Zeit ehrenamtlich in den Dienst anderer stellen, erfüllt mich mit tiefem Respekt.

Die Leitung der Ausbildungsgruppen ist in all meinen Aufgaben etwas ganz Besonderes für mich. Sich mit motivierten Erwachsenen unterschiedlichen Alters auf den Weg zu machen, gemeinsam Neues zu lernen, zur Gruppe zu werden und gleichzeitig sich selbst zu entdecken in den je individuellen Begabungen und Prägungen, vermittelt tiefe Freude und hält lebendig.

In meine Arbeit lasse ich nicht nur meine Erfahrung als Pfarrerin einfließen. Durch meine verschiedenen beruflichen Aufgaben hatte ich die Möglichkeit, die Ausbildungen zur Supervisorin, zur Mediatorin und schließlich zur Organisationsberaterin zu absolvieren. Das hat meinen Horizont erweitert und fließt mit in meine Wahrnehmung. Im Rahmen meiner Möglichkeiten bin ich noch immer in diesen Feldern nebenberuflich tätig.

Gerhard Schlett

Gerhard Schlett
Gerhard Schlett

Sehr gern stelle ich mich Ihnen vor: Gerhard Schlett, Pastoralreferent. Im Auftrag der beiden katholischen Bistümer Limburg und Mainz leite ich die TelefonSeelsorge seit gut 14 Jahren.  Das macht mir sehr viel Freude. Nach wie vor lerne ich in den vielen Situationen Neues hinzu. Denn jedes Gespräch nicht nur am Telefon ist eine einzigartige Begegnung. Daran bin ich im Laufe der Jahre selbst weiter gewachsen. Nebenberuflich bin ich als Supervisor tätig.

Ich empfinde Dankbarkeit, die mich einzelnen Begegnungen gegenüber offen bleiben lässt. Nicht anders ist es in der Begegnung mit unseren ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Ob als Leiter, als Ausbilder, als Supervisor oder als Kollege. Die Suche nach dem was trägt verbindet uns nicht nur in unseren Rollen, sondern auch im menschlichen Miteinander. Dazu gehört ein respektvoller und wertschätzender Umgang.

Dem Theologiestudium folgte berufsbegleitend das Aufbaustudium in Pastoralpsychologie (Lic.theol.) Damals war ich beruflich Jugendseelsorger in einer großen Pfarrei im Rhein-Main-Gebiet. Kommunikation und Psychologie faszinierten mich so sehr, dass ich eine sechsjährige Ausbildung in Transaktionsanalyse begann, die ich mit dem europäischen Zertifikat für Psychotherapie (EAP) abschloss. Später schlossen sich die Ausbildung zum Supervisor (EASC) und in Gruppendynamik (DGGO) an.

In der letzten Zeit habe ich mich von einem Spruch Dietrich Bonhoeffers besonders berühren lassen:

Optimismus ist in seinem Wesen keine Ansicht über die gegenwärtige Situation, sondern er ist eine Lebenskraft, eine Kraft der Hoffnung, wo andere resignieren, eine Kraft, den Kopf hochzuhalten… eine Kraft, Rückschläge zu ertragen…, eine Kraft,… die die Zukunft für sich in Anspruch nimmt.

Diese Lebenskraft möchte ich gern erfahren, und auch mit anderen teilen.